WAS SIND ÄTHERISCHE ÖLE UND WIE WIRKEN SIE?

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Ätherische Öle erleben gerade einen richtigen Boom. Es gibt sie nicht nur in Apotheken, Reformhäusern und Drogerien zu erstehen, sondern sie werden auch auf Tupperparty-ähnlichen Treffen verkauft. Auch in der Presse finden sie immer mehr Erwähnung, und im Internet werden Tipps und Rezepte ausgetauscht. Bei der Flut von Informationen ist es allerdings nicht immer leicht, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Echte ätherische Öle erkennst du an der Bezeichnung „100% naturreines ätherisches Öl“. Das bedeutet, dass du ein Öl in Händen hältst, das ausschließlich aus der jeweiligen Stammpflanze gewonnen wurde – ohne die Zugabe von ähnlich duftenden (billigeren) Ölen oder gar synthetischen Beimischungen.

Worauf du beim Kauf deiner ätherischen Öle achten solltest und wie du beste Qualität erkennst, erfährst du hier (klick!).

Aber was sind ätherische Öle nun, und wie wirken sie?

1. Was sind ätherische Öle?

2. Wie werden ätherische Öle gewonnen?

3. Wie wirken ätherische Öle?

4. So helfen ätherische Öle, die Gesundheit zu erhalten

5. Was ist Aromatherapie?

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1. WAS SIND ÄTHERISCHE ÖLE?

Ätherische Öle sind hochkonzentrierte und flüchtige Pflanzenessenzen, die vor allem durch Wasserdampfdestillation aus aromatischen Pflanzen (Kraut, Blüten, Blätter, Zweige, Samen) gewonnen werden.

Bei den meisten duftenden Pflanzen ist vor allem deren Gehalt an ätherischen Ölen für Wohlgeruch und Duft verantwortlich.

Zur Gewinnung von nur ein paar Tropfen ätherischen Öls werden große Mengen an Pflanzenmaterial benötigt. So werden für die Herstellung von 1 Gramm (ca. 25 Tropfen) Lavendelöl 120 – 140 g Lavendelblüten benötigt; für dieselbe Menge Rosenöl bis zu 5 kg Rosenblüten und für 1 Gramm Melissenöl sogar 7 kg Melissenkraut!

„Ätherisch“ bedeutet himmlisch, engelszart, vergeistigt. Weitere Synonyme sind duftig, durchsichtig, fragil. Diese Bezeichnungen deuten damit auf den leicht flüchtigen Charakter dieser Stoffe hin.

Aromatische Pflanzen produzieren ätherische Öle als Nebenprodukt der Photosynthese.

Diese sind in den Pflanzen in unterschiedlichen Organen (Drüsen, Drüsenhaaren, Ölzellen, Ölgängen, etc) und in unterschiedlichen Pflanzenteilen gespeichert.

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Zitronenblätter, deren Ölbehälter als kleine Pünktchen sichtbar sind. Darin befindet sich ätherisches Öl. Bild: Margareta Ahrer

Diese ätherischen Öle erfüllen für die Pflanze verschiedene Aufgaben:

  1. Schutz vor Befall durch Mikroorganismen (Bakterien, Viren, Pilze): Bestimmte Bestandteile von ätherischen Ölen wirken teils stark antibakteriell, antiviral und antifungal.
  2. Schutz vor Tierfraß und Insektenbefall: Ein hoher Anteil an bestimmten ätherischen Ölen schmeckt oder bekommt z.B. den Ziegen nicht, und so werden sie nicht viel von der Pflanze fressen. Und viele Pflanzen halten mit ätherischen Ölen Insekten fern.
  3. Schutz vor UV-Strahlung und Wasserverdunstung: Bei heißen Temperaturen verdunstet z.B Eukalyptus ätherisches Öl. Dies legt sich als gasförmiger Schutzschleier um seine Blätter. Bei Tageslicht verursacht dieser einen blauen Schimmer, der z.B. namensgebend für die „Blue Mountains“ (Blaue Berge) in Australien ist.
  4. Anlocken von Insekten zur Bestäubung: Viele Pflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Der Duft durch ätherische Öle hilft, verschiedene Insekten anzulocken.
  5. Kommunikationsmittel zwischen Pflanzen: Manche Pflanzen nutzen ätherische Öle, um ihren Lebensraum zu schützen, indem sie andere Pflanzen in der Umgebung in ihrem Wachstum hemmen; dadurch sichern sie sich wichtige Bodennährstoffe. Andere Pflanzen wiederum geben beim „Gefressenwerden“ ätherische Öle als „Warnung“ für Nachbar-Pflanzen ab, woraufhin diese z.B. Bitterstoffe zu ihrem Schutz absondern.

Aus diesen Wirkweisen und Aufgaben von ätherischen Ölen in aromatischen Pflanzen leiten sich auch viele Nutzen für uns Menschen ab:

  • Schutz vor Mikroorganismen (antibakteriell, antiviral, antifungal)
  • Insektenabwehrend
  • Wohlgeruch, z.B, als Parfum, zur Entspannung, Harmonisierung, Anregung
  • Kommunikationsmittel, z.B. als Parfum

Ätherische Öle sind natürliche Stoffgemische und bestehen aus bis zu 500 unterschiedlichen Pflanzenstoffen (Monoterpene, Monoterpenalkohole, -aldehyde, -oxide, -ketone, -phenole, etc.).

Nicht zu verwechseln sind ätherische Öle mit „fetten Ölen“, die vielen Pflanzen als Energiereserve dienen (Sonnenblumenöl, Kokosöl, Mandelöl, etc.). Im Gegensatz zu fetten Ölen hinterlassen ätherische Öle auf Papier keine Fettflecken, weil es ja keine „Fette“ sind!

 

2. WIE WERDEN ÄTHERISCHE ÖLE GEWONNEN?

1. Expression (mechanische Auspressung)

Diese Methode wird für die Gewinnung von Zitrusschalenölen verwendet (Zitrone, Orange, Mandarine, etc.). Dabei werden die Schalen in waschmaschinenartigen, spikebesetzten Trommeln aufgeraspelt, um die „Ölbehälter“ der Zitrusschalen zu öffnen. Das Öl wird dann mit Wasser ausgewaschen, abzentrifugiert und gefiltert.

Im Gegensatz zu wasserdampf-destillierten ätherischen Ölen, deren Moleküle teilweise eine chemischen Veränderung aufgrund der Hitzeeinwirkung und des Drucks durchlaufen, liegen durch Expression gewonnene Essenzen völlig nativ und unverändert vor. Besonders bei diesem Verfahren sollte man auf Bioqualität achten, da Zitrusfrüchte aus herkömmlichem Anbau mit Pestiziden behandelt (gespritzt) sind.

Schau dir zu diesem Gewinnungsprozess auch folgendes Video an:

2. Destillation

Bei der Wasserdampfdestillation wird Dampf durch das Pflanzenmaterial geleitet. Der Wasserdampf nimmt die hochflüchtigen ätherischen Ölmoleküle mit sich. Dieses Gemisch wird in ein Kühlsystem geleitet, wo es kondensiert und schließlich das Pflanzenwasser (Hydrolat) und das ätherische Öl bildet.

ätherische Öle destillieren

Das Hydrolat ist also ein Nebenprodukt der Herstellung von ätherischen Ölen und enthält vor allem die wasserlöslichen Pflanzenwirkstoffe, aber auch noch etwa 0,05 – 0,5% fein suspendierter Tröpfchen von ätherischem Öl. Aufgrund der relativ hohen Temperaturen beim Destillationsprozess verändern sich einige weniger hitzebeständige Moleküle. Zum Beispiel entsteht das stark entzündungshemmende „Chamazulen“ der deutschen Kamille und Schafgarbe aus dem ursprünglichen Matricin erst durch den Destillationsprozess. Genau so entsteht auch das Rosenoxid, welches den Duft- und Wirkcharakter von destilliertem Rosenöl wesentlich mitbestimmt.

Im folgenden Video kannst du sehen, wie Lavendel geerntet und destilliert wird:

Ernte und Destillation ab Minute 6:08

3. Lösungmittelextraktion

Die Lösungsmittelextraktion wird für Jasmin, Tuberosen, Veilchen, Gardenien, Narzissen, Mimosen und andere sehr empfindliche Blumen verwendet, die zu delikat für die Destillation sind. Ihr Duft würde durch die Hitzeeinwirkung zerstört werden.

Lösungsmittel, wie etwa Hexan, Ether, Methanol oder Ethanol werden verwendet, um die fettlöslichen Duftmoleküle aus der Pflanze zu lösen. Anschließend wird das Lösungsmittel bei niedrigen Temperaturen und niedrigem Druck unter Vakuum abdestilliert.

Das Erstprodukt aus diesem Prozess nennt man „Concrète“. Dieses enthält Wachse und/oder Fette, so wie auch die Duftmoleküle dieser fragilen Blumen. Dieses „Concrète“ wird dann mit Alkohol vermischt, welcher die Duftmoleküle herauslöst. Nach Abdampfen des Alkohols verbleibt das sogenannte „Absolue“.

Ein auf diese Weise gewonnener Duft ist oft näher an der Natur als ein destilliertes Öl. Neroli und Rose sind sowohl als Absolue, als auch als destillierte ätherische Öle erhältlich. Diese Absolues werden vor allem in der Parfümerie verwendet und nicht in der medizinisch orientierten Aromatherapie, da sie minimale Lösungsmittelrückstände enthalten können.

4. Kohlendioxid/CO2-Extraktion

Mit diesem eher neueren Verfahren werden CO2-Extrakte von zum Beispiel Ringelblume, Johanniskraut, Hopfen, Blaue/Deutsche Kamille, Turmeric, Ingwer, usw. hergestellt.

Unter Extraktion versteht man die Trennung von Stoffgemischen mittels geeigneter Lösungsmittel in ihre Bestandteile. Da niedrig siedende organische Lösungsmittel zum Teil toxisch sind, werden in der Naturstoffextraktion in jüngster Zeit überkritische CO2-Gase (Kohlendioxid) eingesetzt.

Bei der Hochdruck-Extraktion wird flüssiges CO2 über eine Pumpe auf den Extraktionsdruck komprimiert und durch einen Wärmetauscher in den Extraktor gefördert. Auf dem Weg durch den Extraktor lösen sich die extrahierten Stoffe im CO2, welches nun zum Separator geleitet wird. Dort werden die Extrakte durch Änderung von Druck und/oder Temperatur abgeschieden. Die Hauptanwendungsgebiete der CO2-Hochdruck-Extraktion umfassen vor allem die Herstellung von Pflanzenextrakten, Gewürzextrakten, Aromen und Essenzen für die Lebensmittel-, Kosmetik- und Pharmaindustrie. Die Kohlendioxid-Extraktion ist ein besonderes Verfahren, um von hitzeempfindlichem Pflanzen- und Blütenmaterial ätherisches Öl zu erhalten, ohne es zu zerstören. Diese sehr schonende Extraktionsweise erfolgt je nach Extrakt mit einem Druck von bis zu 600 bar und Temperaturen zwischen 30°C und 80°C. Ein weiterer Vorteil der Kohlendioxid-Extraktion ist, dass das Lösungsmittel, das CO2, durch Reduzierung des Druckes rückstandslos und einfach aus dem Extrakt entfernt werden kann, da sich das flüssige CO2 bei normalem Raumdruck (im gekühlten Kondensator) wieder in seinen gasförmigen Zustand verflüchtigt. Es wird in einem Sammelbehälter aufgefangen und wiederverwendet. (Quelle: www.feeling.at)

5. Mazeration

Bei der Mazeration werden Aromapflanzen in fette Öle (z.B. Olivenöl, Rapsöle, etc.) eingelegt und langsam ausgezogen. Dabei gehen die ätherischen Öle und andere fettlösliche Wirkstoffe in das fette Öl über.

6. Enfleurage

Diese Methode wird heutzutage praktisch nicht mehr verwendet. Sie wurde hauptsächlich für fragile Blütendüfte wie Jasmin, Veilchen, Narzissen, etc. verwendet, die zu hitzeempfindlich für die Dampfdestillation sind.

Die Methode ähnelt im Prinzip der Mazeration. Glasplatten in einem Rahmen wurden mit einer Schicht gereinigtem und geruchslosem Fett bestrichen. Die Blüten wurden auf diese Platten aufgelegt und vorsichtig ins Fett gedrückt. Nur ganz frische Blüten wurden dazu verwendet. Sobald das Fett nach einigen Wochen mit dem Blütenduft gesättigt war (die sog. „Pomade“), hat man es mit Alkohol vermischt. Der Alkohol wurde dann abgedampft und zurück blieb das sogenannte Absolue-Öl.

Enfleurage

Bilder mit freundlicher Genehmigung durch: http://www.essentialoils.co.za/enfleurage.htm

3. WIE WIRKEN ÄTHERISCHE ÖLE?

Der Mensch ist ein „Nasentier“. Während unserer Entwicklungsgeschichte war der Geruchssinn viel eher und besser entwickelt als der Sehsinn. Unser Geruch half uns seit Anbeginn, „Gefahr zu wittern“, Nahrung aufzuspüren, verdorbene oder giftige Nahrung zu erkennen und einen geeigneten Sexualpartner zu wählen. Nicht überraschend also, dass Riechen einen der ältesten Teile unseres Gehirns anspricht.

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So wirken ätherische Öle:

  1. Über das RIECHEN von Duftmolekülen werden bestimmte Gehirnareale aktiviert.
  2. Über Rezeptoren in HAUT, SCHLEIMHAUT und ORGANEN werden bestimmte Reaktionen ausgelöst (Körperzellen können nachweislich „riechen“).
  3. Über biochemische Wirkmechanismen wirken ätherische Öle HEMMEND AUF MIKROORGANISMEN (Bakterien, Viren, Pilze) auf unserer Haut und in unserem Körper.

1. Ätherische Öle wirken über das RIECHEN von Duftmolekülen

Unter unserer Nasenschleimhaut befinden sich auf etwa fünf Quadratzentimetern zwischen 10 und 30 Millionen Nervenzellen, die sich alle vier bis sechs Wochen erneuern und Rezeptoren für zirka 400 verschiedene Duftstoffe besitzen. Duftmoleküle docken dort nach einem Schlüssel-Schloss-Mechanismus an und erzeugen dadurch ein Signal, das über den Riechnerv sofort (und ohne Umweg über das Großhirn/Bewusstsein!) zu einer der ältesten Gehirnregionen, dem limbischen System, weitergeleitet wird.

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Das limbische System ist für sehr archaische Körperfunktionen (z.B.Triebverhalten) zuständig, und auch für Gefühle und Emotionen. Verschiedene Duftmoleküle aus ätherischen Ölen können so unsere Stimmung und Gefühle beeinflussen, die Hormonproduktion regulieren, angstlösend oder antidepressiv wirken, konzentrationsfördernd, schlaffördernd, beruhigend oder anregend sein.

Weiters werden Düfte mit bestimmten Erinnerungen und Gefühlen assoziiert (gekoppelt). Ein Beispiel dafür ist zum Beispiel Vanille, das viele Menschen mit Weihnachten in Verbindung bringen (assoziieren), oder Lavendelduft mit einem Besuch bei Oma oder einem Urlaub in der Provence . Genauso können mit Düften negative Erinnerungen gekoppelt sein. Diese Assoziationen können also sehr individuell sein.
Solche Duftassoziationen können gezielt genutzt werden; zum Beispiel als Lern- oder Entspannungshilfe.

2. Ätherische Öle wirken über Rezeptoren auf die Haut, Schleimhaut und Organe

Ätherische Öle wirken über Rezeptoren auf die Haut und Schleimhaut und dringen auch in tiefere Hautschichten ein. Ein kleiner Teil kann auch in die Blutbahn aufgenommen werden und so auf verschiedene Organe wirken. Auch durch das Einatmen können ätherischen Öle über die Lunge in den Blutstrom aufgenommen werden.

Ätherische Öle können auf Haut und Organe etwa schmerzlindernd, entzündungshemmend, durchblutungsfördernd, hautpflegend, anregend, tonisierend, entspannend, entkrampfend, schleimlösend, auswurffördernd, verdauungsregulierend etc. wirken.

Bestandteile von ätherischen Ölen können in der Haut und im Körper mit Rezeptoren interagieren und so ihre spezifische Wirkung entfalten. Man weiß mittlerweile, dass manche Körperzellen „riechen“ können, das heißt, sie besitzen Duftrezeptoren. Wenn ätherische Öle an solche Rezeptoren binden, lösen sie vielfältige biochemische Prozesse aus. Es wurde zum Beispiel nachgewiesen, dass Spermienzellen vom Maiglöckchenduft der Eizellen angezogen werden. Ebenso hilft z.B. Sandelholzöl bei der Zellteilung und somit bei Heilungsprozessen. Manche Öle können sogar Krebszellen hemmen. Hier steht die Forschung noch am Anfang.

3. Ätherische Öle wirken hemmend auf Mikroorganismen

Ätherische Öle wirken hemmend auf Mikroorganismen (Bakterien, Viren, Pilze) und Parasiten auf unserer Haut, in unserem Körper und in unserer Umgebung (Raumluftdesinfektion und Oberflächendesinfektion mit ätherischen Ölen). Sie wirken also anti-bakteriell, anti-viral und anti-fungal.

Interessante Dokus und Videos über das Riechen in Netz:

 

4. SO HELFEN ÄTHERISCHE ÖLE, DIE GESUNDHEIT ZU ERHALTEN

Für die Entstehung von Krankheiten sind vielerlei Ursachen maßgeblich: Infektionen durch Mikroorganismen, Traumen, degenerative Erkrankungen, Abnutzungserscheinungen und Stress.

Stress

Stress gilt als eine der wichtigsten Ursachen für viele Krankheiten überhaupt. Stress ist nicht nur die Hauptursache für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Bluthochdruck, Herzinfarkt, etc.) und mentale Störungen (Burnout, Depressionen, etc.), sondern beeinträchtigt auch unser Immunsystem, was zu einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionskrankheiten, aber auch zur Krebsentstehung führen kann.

ätherische öle bei stress

Die positive Wirkung von ätherischen Ölen auf die Psyche wurde bereits durch viele Studien nachgewiesen. Gerade bei Stress, aber auch bei leichten Depressionen und Burnout sind ätherische Öle durch ihre beruhigende, ausgleichende oder stimmungsaufhellende Wirkung eine wertvolle Unterstützung, um Seele und Geist wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten

Mikroorganismen sind für vielerlei Infektionen und Infektionskrankheiten verantwortlich. Dazu gehören Grippe, Schnupfen, Halsschmerzen, Wundentzündungen, Kinderkrankheiten, etc.

Unser Immunsystem kann im Idealfall die meisten Infektionen in Schach halten. Ist unser Körper jedoch zu vielen oder sehr virulenten (ansteckenden) Erregern ausgesetzt oder ist die Immunabwehr (z.B. durch eine andere Krankheit, aber auch durch Stress) geschwächt, werden wir krank.

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Viele ätherischen Öle können durch ihre immunstimulierende Wirkung die körpereigene Abwehr stärken. Auch die teils stark antibakterielle und antivirale Wirkung von verschiedenen ätherischen Ölen kann bei vielerlei Infektionskrankheiten zur Infektionsbekämpfung eingesetzt werden.

Traumen

Eine der Ursachen von Krankheiten sind Traumen. Das sind Verletzungen verschiedener Art, z.B. Prellungen, Schnitte und Knochenbrüche.

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Ätherische Öle können aufgrund ihrer wundheilenden, regenerativen, durchblutungsfördernden und/oder entzündungshemmenden Wirkung bei kleineren Traumen wie Prellungen, Blutergüssen, Schnittwunden, Abschürfungen oder leichten Verbrennungen äußerst hilfreich sein.

Überbeanspruchung des Bewegungsapparates und degenerative Veränderungen

Weitere Ursachen sind auch mechanische Überbeanspruchung des Bewegungsapparates und degenerative Veränderungen.

Hier können ätherische Öle mit entzündungshemmender, schmerzlindernder, zellregenerativer und durchblutungsfördernder Wirkung helfen.

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Genetische Ursachen

Genetische Ursachen von Krankheiten sind angeborene Defekte in der Erbinformation unserer Körperzellen. Diese kann man nicht heilen, sondern allenfalls deren Symptome behandeln.

Gegen genetisch bedingte Erkrankungen ist leider kein Kraut gewachsen. Allerdings können manche ätherischen Öle durch ihre zellregenerierenden und antioxidativen Eigenschaften helfen, neue Zellschäden (auf Grund von äußeren Einwirkungen wie UV-Strahlung, Radio- (= Strahlen-) Therapie, etc.) zu vermindern.

5. WAS IST AROMATHERAPIE?

Die Aromatherapie bezeichnet die fachkenntliche und gezielte Anwendung von naturreinen ätherischen Ölen zur Linderung von Krankheiten oder zur Steigerung des Wohlbefindens.

Sie ist ein Teil der Phytotherapie, also der Pflanzenheilkunde, und wird ergänzend zur Schulmedizin eingesetzt.

was ist aromatherapie

Sie ist ein ganzheitliches Konzept, und ausgebildete Aromatherapeuten versuchen nicht nur Symptome zu behandeln, sondern der eigentlichen (oft versteckten) Ursache der Krankheit auf den Grund zu gehen, um das Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele wiederherzustellen.

Aromatherapie ist ein ganzheitliches Konzept, das in der Behandlung Körper, Geist und Seele miteinbezieht.

Gut ausgebildete Aromatherapeuten erheben eine ausführliche Anamnese (Krankengeschichte), um mehr über Symptome, Krankheitsgeschichte, Lebensstil, Ernährung, Verdauung, soziales Umfeld, Stressfaktoren, usw. herauszufinden.

aromatherapie

Es kann vielerlei Krankheitsursachen für ein und dasselbe Symptom geben. Es ist nicht immer offensichtlich, was der Krankheit eigentlich zugrunde liegt!

Es könnte zum Beispiel jemand über einen stark verspannten Nacken klagen. Ein guter Aromatherapeut wird nicht einfach die Verspannung mit durchblutungsfördernden und schmerzstillenden ätherischen Ölen und einer Massage behandeln, sondern nachfragen, ob der Klient viel am Schreibtisch arbeitet oder aber vielleicht Sorgen oder Stress der Auslöser für die Verspannungen sein könnten. Durch eine volle Anamnese wird dann ein individueller Behandlungsplan erstellt, und die passenden ätherischen Öle werden gewählt.

Das Wunderbare an ätherischen Ölen ist u.a., dass sie aufgrund ihrer vielschichtigen Zusammensetzung gleichzeitig viele verschiedene Wirkungen auf einmal haben können.

So könnte in einer Mischung bei stressbedingten Verspannungen Lavendelöl zum Einsatz kommen, welches nicht nur durchblutungsfördernd und schmerzstillend ist, sondern auch entspannend und stresslösend auf die Psyche wirkt.

Wenn du also deine ätherischen Öle für eine Anwendung aussuchst, möchte ich dich anregen, ebenfalls zu versuchen, hinter die augenscheinlichen Symptome zu blicken!

Mit etwas Übung und einem besseren Verständnis über die Wirkungen der verschiedenen ätherischen Öle wirst du bald selbst tolle Mischungen herstellen können, die alle Aspekte von Körper, Geist und Seele ansprechen.

Damit bist du auf dem besten Wege, „dein eigener Aromatherapeut“ zu werden.

Als „AromatherapeutIn“ dürfen sich in Österreich übrigens nur ÄrztInnen mit der entsprechenden Zusatzausbildung bezeichnen, da das Wort eben „Therapie“ enthält.

Für Nicht-Ärztinnen (mit der entsprechenden Ausbildung) haben sich folgende Bezeichnungen etabliert: AromapraktikerIn, AromaexpertIn, AromatologIn, etc.  Sie dürfen nicht „heilen“, sondern helfen ihren Klienten bei der Krankheits-Vorsorge und führen Beratungen durch.

Eine solide Ausbildung kann übrigens so oder so nicht in einem oder zwei Wochenendkursen erworben werden. In Österreich werden Ausbildungen vor allem nach dem britischen Curriculum gelehrt (mit ärztlicher Abschlussprüfung) und umfassen mindestens 200 Stunden –  mit noch einmal demselben Zeitaufwand im Selbststudium.

Für den Hausgebrauch möchte ich dir empfehlen, dir unbedingt ein gutes Fachbuch zuzulegen oder ein Basis-Seminar zu besuchen. Es gibt auch für Anfänger sehr gute und leicht verständliche Bücher für Einsteiger!

     

Auch wenn es sich bei ätherischen Ölen um reine Naturprodukte handelt, können diese unerwünschte Nebenwirkungen haben. Als hochkonzentrierte Pflanzenbestandteile dürfen sie außerdem nur entsprechend verdünnt angewandt werden. Es gilt hier, wie in der Kräutermedizin: Die Dosis macht das Gift!

Einige Buchtipps und Ausbildungsmöglichkeiten im deutschsprachigen Raum habe ich hier (klick!) aufgelistet.


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Dufte Grüsse, Margareta

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1 Comment

  • Christine Lamontain

    Reply Reply 30. August 2017

    Danke, für diesen tollen und wunderbar gestalteten Beitrag. Es ist eine Freude ihn zu lesen und in „Lavendel-Duft/Farbrausch-Erinnerungen“ zu versinken.

    Herzlichst Christine

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