ZAHNPULVER UND ZAHNPASTA MIT ÄTHERISCHEN ÖLEN EINFACH SELBERMACHEN

Zahnpasta selbermachen

Einfache, aber äusserst effektive Zahnpulver, Zahnpasten und Mundwässer kannst du dir ganz leicht mit wenigen Zutaten selbst herstellen.

Ätherische Öle in deinen selbstgemachten Zahnpflegeprodukten wirken antiseptisch, entzündungshemmend und zellregenerierend und geben ausserdem einen guten Geschmack. Feine Partikel aus Schlämmkreide oder Tonerde sorgen für die reinigende Wirkung, ohne zu „scheuern“. Natürliches Kristallsalz sorgt für ein gesundes Milieu im Mund- und Rachenraum. Natron neutralisiert Säuren und hemmt das Bakterienwachstum, und Birkenzucker sorgt für die Remineralisierung des Zahnschmelzes.

„Zahnpasta selbermachen ist fast so einfach wie zu kaufen – nur gesünder und billiger!“

Vorteile:

  • 100% natürliche Inhaltsstoffe
  • keine zahnfleischerweichenden Tenside
  • kein Fluor

Nachteile:

  • schäumt nicht
  • der Geschmack ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig

Zahnpasta selbermachen

KLEINE MATERIALKUNDE:


Calciumcarbonat (Schlämmkreide):
Schlämmkreide sorgt für eine schonende Reinigung, ohne zu „scheuern“.

Tonerden:
Grüne, weiße oder rosa Tonerde sorgen, wie Schlämmkreide, für eine sanfte Reinigung, ohne den Zahnschmelz anzugreifen.

Natron (Natriumbikarbonat, Natriumhydrogencarbonat):
Natron wird in vielen Natur-Zahnpasten oft als „natürliches Mineralsalz“ angepriesen. Diese löslichen „Putzkörper“ aus Salzkristallen regen den Speichelfluss an und damit die Selbstreinigung im Mundraum. Natron neutralisiert Säuren im Mund und hemmt das Bakterienwachstum, was Karies vorbeugt und die Neubildung von Zahnstein hemmt.
Für dein Einsatz in deinem Zahnpulver oder deiner Zahnpaste muss es fein gemahlen sein.

Meersalz oder Himalayasalz:
Natürliche Kristallsalze enthälten im Gegensatz zu herkömmlichem Speisesalz viele Mineralien und Spurenelemente. Diese erzeugen ein Milieu, in dem das Wachstum der nützlichen Mundbakterien anregt wird. Die kariesverursachenden Bakterien fühlen sich in diesem Milieu nicht wohl, so dass deren Vermehrung eingeschränkt wird. Auf diese Weise unterstützt das Kristallsalz die Wiederherstellung einer gesunden Mundflora.
Für den Einsatz in deinem Zahnpulver oder deiner Zahnpaste muss es fein gemahlen sein.

Xylit (Birkenzucker):
Xylit ist ein Zuckeraustauschstoff. Im Gegensatz zu herkömmlichem Zucker greift Birkenzucker die Zähne nicht an. Im Gegenteil: Xylit hilft bei der Remineralisierung der Zähne und wirkt gegen Karies (hemmt kariesbildende Bakterien). Mehr über Xylit kannst du hier (klick!) nachlesen.

Kokosöl (kaltgepresst):
Kokosöl wirkt antibakteriell auf Karies-Bakterien. Für diese Wirkung ist vor allem die besondere Zusammensetzung von Koksöl verantwortlich, allem voran die enthaltene Laurinsäure, die die Zellwände von schädlichen Bakterien auflösen kann. Mehr über die karieshemmende Wirkung von Kokosöl kannst du hier (klick!) nachlesen.

ÄTHERISCHE ÖLE FÜR DIE MUNDPFLEGE:


Kamille blau: stark entzündungshemmend, antiseptisch, antibakteriell, antimykotisch, antiviral, wundheilend; bei Zahnfleischentzündungen.

Pfefferminze: antibakteriell, antiviral, entzündungshemmend, heilend, schmerzstillend, durchblutungsfördernd; verleiht deinem Zahnpflegeprodukt einen frischen Geschmack. Nicht für Kleinkinder!

Krauseminze: antiseptisch, antimykotisch, antiviral, stark entzündungshemmend, schleimhautregenerierend, wundheilend; sorgt für einen frischen Geschmack. Im Gegensatz zu Pfefferminze auch für Kinder geeignet.

Teebaumöl: antibakteriell, antiviral, antimykotisch, entzündungshemmend, schmerzstillend, durchblutungsfördernd; bei Zahnfleischentzündung und Aphten.

Zitronengras: antibakteriell, antiviral, antiseptisch, entzündungshemmend, erfrischend.

Myrrhe: antibakteriell, stark antiviral, entzündungshemmend, wundheilend, adstringierend (zusammenziehend); bei Zahnfleischentzündungen.

Nelkenknospe: stark antibakteriell, antiviral, antimykotisch, entzündungshemmend, durchblutungsfördernd, stark schmerzstillend; nur sehr niedrig dosieren!

Fenchel süß: antibakteriell, entzündungshemmend, schmerzstillend; der süße und leicht frische Geschmack ist auch sehr gut für Kinder geeignet.

Zahnpasta selbermachen

DIY MUNDPFLEGE REZEPTE


ZAHNPULVER

Das Zahnpulver entfernt dank des Kreidepulvers und der Tonerde anhaftende Beläge schonend. Kristallsalz und Xylitol helfen, säurebildende Bakterien zu reduzieren und wirken so effektiv gegen Karies. Ätherische Öle pflegen empfindliches Zahnfleisch, wirken antibakteriell und entzündungshemmend. Ich liebe dieses Zahnpulver und verwende nichts anderes mehr!

Zahnpulver selber machen

Das brauchst du:

❀ 10 TL Schlämmkreide oder grüne Tonerde (ich mische beide)
❀ 2 TL Natron (Natriumbicarbonat)
❀ 1 TL feines Meersalz oder Himalayasalz
❀ 2 TL Birkenzucker (Xylit)
❀ 10 – 15 Tropfen ätherische Öle (z.B. 7 Tropfen Pfefferminze und 8 Tropfen Zitrone)

Vorschläge für ÄÖ-Kombinationen findest du beim Kokos-Zahnpasta Rezept.

So geht’s:

  1. Alle Pulver und Salze vermischen.
  2. Die ÄÖ in einer kleinen Menge des Gemisches verreiben und untermischen.
  3. In einen sauberen Tiegel abfüllen.
  4. Fertig!

Zum Zähneputzen streust du eine kleine Menge des Pulvers auf die angefeuchtete Zahnbürste. Danach wie gewohnt putzen.

Tipps:

Es ist ratsam das Pulver rasch aufzubrauchen und nicht größere Mengen auf Vorrat herzustellen, weil die enthaltenen ätherischen Öle im Pulver relativ rasch oxidieren können.

Man könnte das Zahnpulver auch mit Hydrolaten und etwas Glyzerin zu einer Paste verarbeiten und in eine Tube oder Tiegel abfüllen. Das würde jedoch die Haltbarkeit drastisch vermindern.

KOKOSÖL ZAHNPASTA

Kokosöl hemmt Kariesbakterien und gibt deiner Zahnpasta eine pastige Konsistenz. Natron reinigt dank der löslichen Salzkristalle die Zähne und neutralisiert schädliche Säuren und hemmt damit ebenfalls das Bakterienwachstum. Xylit hilft bei der Remineraliesierung und ist karieshemmend.

Kokosöl Zahnpasta selber machen

Das brauchst du:

❀ 3 EL Natron (Natriumbicarbonat)
❀ 1 El Xylit
❀ 4 EL kaltgepresstes Bio-Kokosöl
❀ 15 – 20 Tropfen ätherische Öle (z.B. 7 Tropfen Pfefferminze und 8 Tropfen Zitrone)

So geht’s:

  1. Kokosöl im handwarmen Wasserbad schmelzen.
  2. Alle Zutaten vermischen und in einen sauberen Tiegel abfüllen.
  3. Fertig!

Ein kleine Menge auf die Zahnbürste geben und wie gewohnt die Zähne putzen.

Vorschläge für ÄÖ-Kombinationen:

7 Tropfen Pfefferminze, 8 Tropfen Teebaum
10 Tropfen Spearmint, 5 Tropfen Zitrone
5 Tropfen Thymian, 10 Tropfen Zitrone

5 Pfefferminze, 10 Zitrone, 2 Nelkenblüte
5 Fenchel, 5 Mandarine rot (für Kinder)
6 Orange, 4 Zitrone (für Kinder)

MUNDWASSER

Diese Mundspülung enthält Natron, welches schädliche Säuren, die den Zahnschmelz angreifen, neutralisiert. Zusätzlich kannst du noch Birkenzucker (Xylit) dazu geben. Birkenzucker ist ein natürlicher Zuckeraustauschstoff und wirkt karieshemmend. Ätherische Öle desinfizieren und sorgen für frischen Atem.

Mundwasser selbermachen

Das brauchst du:

❀ 250 ml Hydrolat (Salbei, echte Kamille, etc.) oder destilliertes Wasser
❀ 1 EL Natron (Natriumbicarbonat)
❀ 1 EL Birkenzucker (Xylit) – optional
❀ 10 Tropfen ätherische Öle

So geht’s:

  1. Alles in ein Schraubglas oder eine kleine Flasche geben und vermischen.
  2. Fertig!

Nach dem Zähneputzen damit den Mund spülen.
Vor Gebrauch immer gut schütteln, da sich die ätherische Öle in der Salzlösung nicht vollständig lösen.

Vorschläge für ÄÖ-Kombinationen:

3 Tropfen Pfefferminze, 5 Tropfen Teebaum
5 Tropfen Krauseminze, 5 Tropfen Zitrone
5 Tropfen Thymian, 5 Tropfen Zitrone

MEHR TIPPS FÜR DIE NATÜRLICHE MUNDPFLEGE


Zahnseide:
Mit Zahnseide gelangst du auch in die Zahnzwischenräume, die für die Zahnbürste sonst nicht erreichbar sind.

Zungenreinigung: 
Die raue Oberfläche der Zunge bietet den Bakterien im Mund einen idealen Nistplatz. Verwende deshalb nach jedem Zähneputzen einen Zungenschaber. Das ist anfangs wohl etwas gewöhnungbedürftig (Würgereflex), aber es lohnt sich allemal. Die Zungenreinigung wirkt sich durch die Entfernung des Belages hemmend auf die Neubildung von Zahnbelag aus.

Ölziehen:
Das Ölziehen ist ein alte ayurvedische Methode zur Entgiftung des gesamten Organismus. Besonders auf die Zahn- und Mundgesundheit wirkt sich das Ölziehen äußerst positiv aus. Es hilft gegen Zahnfleischbluten und Mundgeruch, festigt lockere Zähne, verringert Zahnbelag und bekämpft Karies. Lies hier (klick!) mehr darüber.



„Lächeln ist die charmanteste Art, dem Feind die Zähne zu zeigen.“

 

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Viel Spaß beim Ausprobieren und zeig dein bestes Strahlelächeln! 😀

Dufte Grüsse, Margareta

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